*24. Mai 1907 in Göppingen / † 03. März 1999 in Strümpfelbach
Nach seiner Schulzeit hat Fritz Nuss eine Ausbildung zum Ziseleur in Schwäbisch-Gmünd gemacht. Im Anschluss daran studierte er unter Albert Holl, dem damaligen Leiter der Bildhauerklasse an Staatlichen Höheren Fachhochschule für Edelmetallgewerbe in Schwäbisch-Gmünd. Von da ging Nuss zum Studium an die Münchener Kunstakademie, um dort unter Hermann Hahn zu studieren. Daran anschließend in den Jahren 1929 bis 1933 ist Nuss an der Stuttgarter Kunstakademie unter Ludwig Habich von 1928 bis 1933 eingeschrieben.
Zehn Jahre nach Beendigung seines Studiums wurde Fritz Nuss im Jahr 1943 zum Professor ernannt. Im selben Jahr zog er nach Strümpfelbach, einem Stadtteil von Weinstadt. Auch kam sein Sohn Karl-Ulrich Nuss, heute ein ebenfalls sehr bekannter Bildhauer, im Jahr 1943 zur Welt.
In den Jahren 1952 bis 1972 hat Fritz Nuss an der Fachhochschule für Gestaltung in Schwäbisch-Gmünd die Klasse für plastisches Gestalten geleitet.
Eines der großen Themen in seinen Arbeiten war der menschliche Körper. Bei seinen frühen Arbeiten meint man noch den Einfluss von Aristide Maillol zu erkennen. Eine Stilart, welche sich zudem auch stark an der allgemein vorherrschenden Kunstauffassung der NS-Zeit orientiert hat.
So ist es nicht verwunderlich, das einer seiner weiblichen Akte, 'Der Morgen', im Jahr 1943 im Zuge der Großen Deutschen Kunstausstellung von Adolf Hitler persönlich erworben wurde.
Seine Arbeiten aus der Zeist um 1950 bis in die 60er Jahre weisen immer mehr abstrakte, wie auch expressive Formen auf, und es werden Ähnlichkeiten zu den Arbeiten von Henry Moore deutlich.
Seine späteren Werke aus den 70er und 80er Jahren hingegen sind geprägt von einer weniger statischen, und damit bewegter wirkenden Formensprache.
Fritz Nuss war nicht nur ein bekannter Bildhauer, auch ist er immer wieder als Medailleur tätig gewesen. So stammen von ihm u.a. die Medaillen der Gewichtheber-Weltmeisterschaften 1977 in Stuttgart, oder die Medaille des John-Cranko-Preises 1982. Auch sind von Fritz Nuss mehrere Ehrenmedaillen geschaffen worden. Eine seiner bekanntesten Arbeiten in diesem Bereich ist sicherlich die 5-DM-Gedenkmünze zum 500. Dürer-Geburtstag, welche 1971 herausgegeben wurde. Bei einem hierzu ausgeschriebenen Wettbewerb hat Nuss damals den 2. Platz belegt. Ein 1. Platz wurde damals nicht vergeben und so ist es sein Entwurf gewesen, welcher zur Ausführung gelangte.
1977 hat er die Ehrenbürgerschaft der Stadt Weinstadt erhalten.
Neben diversen Arbeiten von Fritz Nuss, welche in Stuttgart, Würzburg, Berlin, oder auch in London noch heute zu finden sind, können besonders viele seiner Werke am Strümpfelbacher Skulpturenpfad entdeckt werden. Dort stehen derzeit insgesamt 43 Werke von ihm, seinem Sohn Klaus-Ulrich Nuss, sowie von zwei seiner Enkel, Christoph Traub und Felix Engelhardt.
Werke von Fritz Nuss im öffentlichen Raum:
Ein Blog für Bildende Kunst im öffentlichen Raum vor allem in und um Stuttgart.
Dienstag, 18. August 2015
Montag, 17. August 2015
Heslacher Hocker
Am seitlichen Rand des Erwin-Schoettle-Platzes zur Schreiberstraße hin ist der 'Heslacher Hocker' zu finden. Heslach ist ein Stadtteil im Stadtbezirk Stuttgart-Süd. Daher der Name.
Der 'Heslacher Hocker' ist eine Brunnenanlage aus Stein und mit einer Figur aus Bronze, die den Heslacher Hockenden zeigt.
Geschaffen wurde die Brunnenanlage 1993 vom Bildhauer Hermann Christian Zimmerle.
Der Brunnen symbolisiert gleich drei Heslacher Traditionen.
Die sechs kräftigen Sprudler und das Wasserbecken stehen für den Nesenbach. Der Nesenbach ist jenes Gewässer, das damals die Talmulde zwischen den heutigen Stadtteilen Kaltental und Heslach getrennt hat und an dessen Ufern sich Stuttgart nach und nach entwickelt hat.
Sein früherer Verlauf zog sich von Nordost nach Südwest durch die Stadt. Seine Quelle ist im Stadtbezirk Vaihingen zu finden. Heute ist der Nesenbach großteils aus dem Stadtbild verschwunden, da er großteils mit Bebauungen überzogen wurde.
Die Steine auf denen der Heslacher hockt stehen für die Weinberge, und damit verbunden dem Weinanbau in der Stadt, welcher noch heute das Stadtbild prägt. Dies wird vor allem an der Seite zur Matthäuskirche hin sichtbar. Auf dieser Seite hat der Künstler ein paar Weinreben aus den Steinen gearbeitet.
Und der hockende Heslacher symbolisiert die Heslacher Hocketse. Für all jene die mit den Traditionen und der schwäbischen Mundart nicht so vertraut sind, die Hocketse steht für ein gemütliches Beisammensitzen. Meist sind damit Dorffeste, vor allem zur Weinernte in der Region verbunden. Dafür ist sicherlich auch der Weinkrug in der rechten Hand des Hockenden zu sehen. Der Wortursprung ist im alemanisch-schwäbischen zu finden. Dort wird für sitzen hocken verwendet, somit trifft das Wort 'Sitzerei' die Übersetzung in das Hochdeutsche wohl am Besten.
Mit dieser Brunnenanlage und der Sandstein-Skulptur 'Orpehus & Eurydike' von Andreas Schützenberger zieren diesen Platz gleich zwei Objekte aus dem Bereich der Bildenden Kunst im öffentlichen Raum.
Der 'Heslacher Hocker' ist eine Brunnenanlage aus Stein und mit einer Figur aus Bronze, die den Heslacher Hockenden zeigt.
Geschaffen wurde die Brunnenanlage 1993 vom Bildhauer Hermann Christian Zimmerle.
Der Brunnen symbolisiert gleich drei Heslacher Traditionen.
Die sechs kräftigen Sprudler und das Wasserbecken stehen für den Nesenbach. Der Nesenbach ist jenes Gewässer, das damals die Talmulde zwischen den heutigen Stadtteilen Kaltental und Heslach getrennt hat und an dessen Ufern sich Stuttgart nach und nach entwickelt hat.
Sein früherer Verlauf zog sich von Nordost nach Südwest durch die Stadt. Seine Quelle ist im Stadtbezirk Vaihingen zu finden. Heute ist der Nesenbach großteils aus dem Stadtbild verschwunden, da er großteils mit Bebauungen überzogen wurde.
Die Steine auf denen der Heslacher hockt stehen für die Weinberge, und damit verbunden dem Weinanbau in der Stadt, welcher noch heute das Stadtbild prägt. Dies wird vor allem an der Seite zur Matthäuskirche hin sichtbar. Auf dieser Seite hat der Künstler ein paar Weinreben aus den Steinen gearbeitet.
Und der hockende Heslacher symbolisiert die Heslacher Hocketse. Für all jene die mit den Traditionen und der schwäbischen Mundart nicht so vertraut sind, die Hocketse steht für ein gemütliches Beisammensitzen. Meist sind damit Dorffeste, vor allem zur Weinernte in der Region verbunden. Dafür ist sicherlich auch der Weinkrug in der rechten Hand des Hockenden zu sehen. Der Wortursprung ist im alemanisch-schwäbischen zu finden. Dort wird für sitzen hocken verwendet, somit trifft das Wort 'Sitzerei' die Übersetzung in das Hochdeutsche wohl am Besten.
Mit dieser Brunnenanlage und der Sandstein-Skulptur 'Orpehus & Eurydike' von Andreas Schützenberger zieren diesen Platz gleich zwei Objekte aus dem Bereich der Bildenden Kunst im öffentlichen Raum.
Eva Zippel
*30. April 1925 in Stuttgart / † 25. Mai 2013 in Stuttgart
Das künstlerische Talent lag wohl in der Familie. Ihr Vater war Mechaniker und Tüftler, die Mutter eine begabte Zeichnerin. Und auch die ältere Schwester Eva Zippels, Herta Poddine geb. Zippel wurde als Malerin und Graphikerin bekannt. Die beiden Schwestern habe 1958 das Bilderbuch Nunu der kleine Elefant herausgebracht.
Und auch Eva Zippels Nichte Dorothee Zippel-Mariano sollte später eine bekannte Malerin und Bühnenbildnerin werden.
Die Familie Eva Zippels zog ein Jahr nach ihrer Geburt nach Paris, so dass sie in der französischen Hauptstadt aufwuchs und dort auch zur Schule ging, bis hin zum Abschluss der mittleren Reife. Hier haben die beiden Zippel-Töchter auch dank ihres Vaters den ersten Zugang zur Kunst gefunden. Denn er unternahm mit ihnen an den Wochenenden immer wieder Ausstellungs- und Museumsbesuche.
Mit Ausbruch des Krieges 1939 zog die Familie zurück nach Stuttgart und Eva Zippel hat hier bis 1943 das Katharinenstift besucht, welches sie mit dem Abitur abgeschlossen hat. Im Anschluss wurde sie bis Kriegsende zum Reichsarbeitsdienst eingezogen. Nach dem Krieg war Eva Zippel in Tübingen als Dolmetscherin unter Carlo Schmid tätig, einer der maßgeblichen Personen die sich für die Wiedereröffnung der Eberhard Karls Universität in Tübingen eingesetzt hatte.
Bald danach hat Eva Zippel an der neu eröffneten Stuttgarter Kunstakademie neben Hans Dieter Bohnet, Bruno Knittel, oder auch Fritz Melis mit noch drei weiteren Studenten unter Otto Baum das Studium der Bildhauerei aufgenommen.
Das Zippel eine Baum-Schülerin war, ist in ihren Werken unübersehbar. Dies wird sowohl in den von ihr gewählten Motiven, wie auch Materialien, wie z.B. Marmor oder Muschelkalk sehr deutlich. Jedoch hat sie menschlich unter seiner 'Pädagogik des Fertigmachens' gelitten.
Finanziert hat sie sich ihr Studium mit der Arbeit als Übersetzerin
Mit Abschluss des Studiums war Zippel von 1952 bis 1975 als freischaffende Künstlerin in Stuttgart tätig. In diesen Jahren sind über 40 Arbeiten von ihr entstanden. Plastiken und Brunnen, wie auch Reliefs, die oft mit der unmittelbaren Architektur in direktem Zusammenhang standen.
Doch hat man ihre Arbeiten zu dieser Zeit, wie auch die der wenigen damals vorhandenen Kolleginnen bei Jury-Entscheidungen oft aussortiert. Anders, wenn sie ihre Arbeiten bei anonymisierten Wettbewerben eingereicht hat.
Neben den Arbeiten im plastischen Bereich stammen von ihr auch zahlreiche Zeichnungen aus dieser Zeit. Ihre Auftraggeber kamen aus dem öffentlichen, wie auch privaten Bereich. Ihr Tätigkeit als freischaffende Bildhauerin hat sie dann für 10 Jahre zurückgestellt, um in dieser Zeit als Sachgebietsleiterin des Hochbauamtes der Stadt Stuttgart mit dem Zuständigkeitsbereich für Kunst, Bauen und Denkmalpflege. Auch war sie in dieser Position als Farbberaterin für Neubauten und Bausanierungen zuständig. Nach Beendigung dieser Aufgabe war Zippel ab 1985 wieder als freischaffende Bildhauerin tätig. Nebenher hat Zippel weiterhin Aufträge als Farbberaterin, sowie zur Beratung für Kunst am Bau erhalten.
Ende der 1980er Jahre hat sich Eva Zippel neben ihrer künstlerischen Arbeit auch der Schriftstellerei gewidmet. Ihr Arbeitsgebiet war in der Erzählung von Anekdoten und aphoristischen Lebensweisheiten zu finden. Eine ihrer bedeutendsten literarischen Arbeiten ist sicherlich die Biographie über ihren Vater, in welcher sie ein Zeitdokument mit sehr viel Einfühlungsvermögen verfasst hat. Diese ist ein Teil des Bands 'Geschriebenes, Nachtgedanken, Erzählungen, Literarische Skizzen'.
In den Jahren 1988/1989 hat sie mit einem Stipendium durch das Bundesland Baden-Württemberg ein Studium an der Cité Internationale des Arts in Paris absolvieren können.
1995 wurde Eva Zippel mit dem Elle-Hoffmann-Preis für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet.
Bis zu Ihrem Tod am 25. Mai 2013 hat Eva Zippel im Künstlerinnenverein GEDOK in der Hölderlinstraße 17 in Stuttgart gewohnt. Dort ist sie im Herbst 1955, kurz nach dessen Fertigstellung, als eine der ersten Bewohnerinnen, eingezogen. Die Atelierwohnung hat sie unter anderem mit dem Preisgeld in Höhe von DM 4.000 angezahlt, welches sie für ihre Arbeit 'Gebändigte Kraft' in Besigheim ein Jahr zuvor gewonnen hatte.
Beigesetzt wurde Eva Zippel am 14. Juli 2013 auf dem Fangelsbachfriedhof in Stuttgart.
Werke von Eva Zippel im öffentlichen Raum:
Das künstlerische Talent lag wohl in der Familie. Ihr Vater war Mechaniker und Tüftler, die Mutter eine begabte Zeichnerin. Und auch die ältere Schwester Eva Zippels, Herta Poddine geb. Zippel wurde als Malerin und Graphikerin bekannt. Die beiden Schwestern habe 1958 das Bilderbuch Nunu der kleine Elefant herausgebracht.
Und auch Eva Zippels Nichte Dorothee Zippel-Mariano sollte später eine bekannte Malerin und Bühnenbildnerin werden.
Die Familie Eva Zippels zog ein Jahr nach ihrer Geburt nach Paris, so dass sie in der französischen Hauptstadt aufwuchs und dort auch zur Schule ging, bis hin zum Abschluss der mittleren Reife. Hier haben die beiden Zippel-Töchter auch dank ihres Vaters den ersten Zugang zur Kunst gefunden. Denn er unternahm mit ihnen an den Wochenenden immer wieder Ausstellungs- und Museumsbesuche.
Mit Ausbruch des Krieges 1939 zog die Familie zurück nach Stuttgart und Eva Zippel hat hier bis 1943 das Katharinenstift besucht, welches sie mit dem Abitur abgeschlossen hat. Im Anschluss wurde sie bis Kriegsende zum Reichsarbeitsdienst eingezogen. Nach dem Krieg war Eva Zippel in Tübingen als Dolmetscherin unter Carlo Schmid tätig, einer der maßgeblichen Personen die sich für die Wiedereröffnung der Eberhard Karls Universität in Tübingen eingesetzt hatte.
Bald danach hat Eva Zippel an der neu eröffneten Stuttgarter Kunstakademie neben Hans Dieter Bohnet, Bruno Knittel, oder auch Fritz Melis mit noch drei weiteren Studenten unter Otto Baum das Studium der Bildhauerei aufgenommen.
Das Zippel eine Baum-Schülerin war, ist in ihren Werken unübersehbar. Dies wird sowohl in den von ihr gewählten Motiven, wie auch Materialien, wie z.B. Marmor oder Muschelkalk sehr deutlich. Jedoch hat sie menschlich unter seiner 'Pädagogik des Fertigmachens' gelitten.
Finanziert hat sie sich ihr Studium mit der Arbeit als Übersetzerin
Mit Abschluss des Studiums war Zippel von 1952 bis 1975 als freischaffende Künstlerin in Stuttgart tätig. In diesen Jahren sind über 40 Arbeiten von ihr entstanden. Plastiken und Brunnen, wie auch Reliefs, die oft mit der unmittelbaren Architektur in direktem Zusammenhang standen.
Doch hat man ihre Arbeiten zu dieser Zeit, wie auch die der wenigen damals vorhandenen Kolleginnen bei Jury-Entscheidungen oft aussortiert. Anders, wenn sie ihre Arbeiten bei anonymisierten Wettbewerben eingereicht hat.
Neben den Arbeiten im plastischen Bereich stammen von ihr auch zahlreiche Zeichnungen aus dieser Zeit. Ihre Auftraggeber kamen aus dem öffentlichen, wie auch privaten Bereich. Ihr Tätigkeit als freischaffende Bildhauerin hat sie dann für 10 Jahre zurückgestellt, um in dieser Zeit als Sachgebietsleiterin des Hochbauamtes der Stadt Stuttgart mit dem Zuständigkeitsbereich für Kunst, Bauen und Denkmalpflege. Auch war sie in dieser Position als Farbberaterin für Neubauten und Bausanierungen zuständig. Nach Beendigung dieser Aufgabe war Zippel ab 1985 wieder als freischaffende Bildhauerin tätig. Nebenher hat Zippel weiterhin Aufträge als Farbberaterin, sowie zur Beratung für Kunst am Bau erhalten.
Ende der 1980er Jahre hat sich Eva Zippel neben ihrer künstlerischen Arbeit auch der Schriftstellerei gewidmet. Ihr Arbeitsgebiet war in der Erzählung von Anekdoten und aphoristischen Lebensweisheiten zu finden. Eine ihrer bedeutendsten literarischen Arbeiten ist sicherlich die Biographie über ihren Vater, in welcher sie ein Zeitdokument mit sehr viel Einfühlungsvermögen verfasst hat. Diese ist ein Teil des Bands 'Geschriebenes, Nachtgedanken, Erzählungen, Literarische Skizzen'.
In den Jahren 1988/1989 hat sie mit einem Stipendium durch das Bundesland Baden-Württemberg ein Studium an der Cité Internationale des Arts in Paris absolvieren können.
1995 wurde Eva Zippel mit dem Elle-Hoffmann-Preis für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet.
Bis zu Ihrem Tod am 25. Mai 2013 hat Eva Zippel im Künstlerinnenverein GEDOK in der Hölderlinstraße 17 in Stuttgart gewohnt. Dort ist sie im Herbst 1955, kurz nach dessen Fertigstellung, als eine der ersten Bewohnerinnen, eingezogen. Die Atelierwohnung hat sie unter anderem mit dem Preisgeld in Höhe von DM 4.000 angezahlt, welches sie für ihre Arbeit 'Gebändigte Kraft' in Besigheim ein Jahr zuvor gewonnen hatte.
Beigesetzt wurde Eva Zippel am 14. Juli 2013 auf dem Fangelsbachfriedhof in Stuttgart.
Werke von Eva Zippel im öffentlichen Raum:
Freitag, 14. August 2015
Global Feet
Direkt beim Haupteingang zur Mercedes-Benz Arena an der Mercedesstraße zwischen der Heimspielstätte des VfB Stuttgart und dem Carl-Benz-Center ist die am 11. Juli 2006 vom damaligen Bundesinnenminister Schäuble enthüllte Skulptur 'Global Feet' zu finden.
Wie das Einweihungsdatum schon erahnen lässt, soll diese Skulptur an das deutsche Sommermärchen 2006, die Fußball-Weltmeisterschaft, erinnern.
Die Gestaltung der Bronze-Installation stammt von Nikolaus Kruch. Sie stellt ein Fußballtor dar. Das Netz bilden Tafeln der damals 32 teilnehmenden Nationen. Ziel war es, auf einer Idee von Brigitte Schmitges basierend, von allen Mannschaftskapitänen einen Fußabguss zu erhalten und in die jeweilige Nationenplatte zu integrieren.
Dies hat bisher, wie man u.a. am Beispiel Englands sehen kann, nicht geklappt.
Von einigen Kapitänen ist der Fußabguß vorhanden. Dieser symbolisiert einen Schuss mit dem offiziellen WM-Ball und ist jeweils handsigniert. Auf dem Ball ist das Logo des nationalen Fußballverbandes und der Name des Team-Kapitäns ausgearbeitet.
Wie das Einweihungsdatum schon erahnen lässt, soll diese Skulptur an das deutsche Sommermärchen 2006, die Fußball-Weltmeisterschaft, erinnern.
Die Gestaltung der Bronze-Installation stammt von Nikolaus Kruch. Sie stellt ein Fußballtor dar. Das Netz bilden Tafeln der damals 32 teilnehmenden Nationen. Ziel war es, auf einer Idee von Brigitte Schmitges basierend, von allen Mannschaftskapitänen einen Fußabguss zu erhalten und in die jeweilige Nationenplatte zu integrieren.
Dies hat bisher, wie man u.a. am Beispiel Englands sehen kann, nicht geklappt.
Von einigen Kapitänen ist der Fußabguß vorhanden. Dieser symbolisiert einen Schuss mit dem offiziellen WM-Ball und ist jeweils handsigniert. Auf dem Ball ist das Logo des nationalen Fußballverbandes und der Name des Team-Kapitäns ausgearbeitet.
Donnerstag, 13. August 2015
Adolf von Donndorf
* 16. Februar 1835 in Weimar / † 20. Dezember 1916 in Stuttgart
Adolf Donndorf wurde 1835 als Sohn eines Möbeltischlers in Weimar als viertes Kind der Familie Donndorf geboren. Schon in früher Kindheit hat sich das außergewöhnliche Zeichentalent des jungen Adolf Donndorf gezeigt. Und so kam es, dass Donndorf neben dem der Ausbildung im damaligen Lehrerseminar auch die Großherzogliche Freien Zeichenschule besuchte. Dort unterrichtet wurde von dem Maler Franz Jäde.
Als 18-jähriger hat Donndorf sich gegen die Lehrerlaufbahn und für ein Leben als Künstler entschieden und in den Jahren 1853 bis 1861 unter Ernst Rietschel eine Ausbildung zum Bildhauer in Dresden abgesolviert. In dieser Zeit hat er u.a. als Gehilfe Rietschels an dem bekannten Goethe-Schiller-Denkmal, welches heute auf dem Theaterplatz in Weimar steht, mitgewirkt.
Nach Rietschels Tod im Jahr 1861 hat sein Schüler Donndorf dessen Entwurf des Lutherdenkmals in Worms gemeinsam mit Gustav Adolph Kietz realisiert.
Durch eigene Arbeiten zur damaligen Zeit immer bekannter werdend, hat Donndorf am 12. November 1864 die Ernennung zum Ehrenmitglied der Dresdner Kunstakademie erhalten. 12 Jahre später, 1876 wurde Donndorf dann zum Professor der Bildhauerei an die Königlich Württembergische Akademie der bildenden Künste in Stuttgart berufen.
Im Lauf der Jahre erhielt Donndorf sowohl die Ehrenbürgerschaft seiner Geburtststadt Weimar, wie auch die der Stadt Stuttgart für seine langjährge Tätigkeit an der Kunstakademie der Stadt. 1910 wurde Adolf Donndorf für seine Verdienste geadelt und hieß ab jenem Jahr Adolf von Donndorf. Im selben Jahr hat seine Heimatstadt Weimar ihm zu Ehren ein Museum eingerichtet.
Aus seiner Ehe mit der Tochter des damaligen Regierungsrates der Stadt Dresden gingen insgesamt neun Kinder hervor.
Einer der Söhne war Karl August Donndorf, der ebenfalls ein bekannter Bildhauer wurde. Ein weiterer Sohn, Martin Donndorf, war 10 Jahre lang Bürgermeister der Stadt Weimar.
Bekannt ist Donndorf für seine monumentalen Denkmäler und Brunnenanlagen. Seine Werke sind heute noch in vielen Deutschen Städten, aber auch in New York am Union Square zu finden.
Werke von Adolf von Donndorf im öffentlichen Raum:
Adolf Donndorf wurde 1835 als Sohn eines Möbeltischlers in Weimar als viertes Kind der Familie Donndorf geboren. Schon in früher Kindheit hat sich das außergewöhnliche Zeichentalent des jungen Adolf Donndorf gezeigt. Und so kam es, dass Donndorf neben dem der Ausbildung im damaligen Lehrerseminar auch die Großherzogliche Freien Zeichenschule besuchte. Dort unterrichtet wurde von dem Maler Franz Jäde.
Als 18-jähriger hat Donndorf sich gegen die Lehrerlaufbahn und für ein Leben als Künstler entschieden und in den Jahren 1853 bis 1861 unter Ernst Rietschel eine Ausbildung zum Bildhauer in Dresden abgesolviert. In dieser Zeit hat er u.a. als Gehilfe Rietschels an dem bekannten Goethe-Schiller-Denkmal, welches heute auf dem Theaterplatz in Weimar steht, mitgewirkt.
Nach Rietschels Tod im Jahr 1861 hat sein Schüler Donndorf dessen Entwurf des Lutherdenkmals in Worms gemeinsam mit Gustav Adolph Kietz realisiert.
Durch eigene Arbeiten zur damaligen Zeit immer bekannter werdend, hat Donndorf am 12. November 1864 die Ernennung zum Ehrenmitglied der Dresdner Kunstakademie erhalten. 12 Jahre später, 1876 wurde Donndorf dann zum Professor der Bildhauerei an die Königlich Württembergische Akademie der bildenden Künste in Stuttgart berufen.
Im Lauf der Jahre erhielt Donndorf sowohl die Ehrenbürgerschaft seiner Geburtststadt Weimar, wie auch die der Stadt Stuttgart für seine langjährge Tätigkeit an der Kunstakademie der Stadt. 1910 wurde Adolf Donndorf für seine Verdienste geadelt und hieß ab jenem Jahr Adolf von Donndorf. Im selben Jahr hat seine Heimatstadt Weimar ihm zu Ehren ein Museum eingerichtet.
Aus seiner Ehe mit der Tochter des damaligen Regierungsrates der Stadt Dresden gingen insgesamt neun Kinder hervor.
Einer der Söhne war Karl August Donndorf, der ebenfalls ein bekannter Bildhauer wurde. Ein weiterer Sohn, Martin Donndorf, war 10 Jahre lang Bürgermeister der Stadt Weimar.
Bekannt ist Donndorf für seine monumentalen Denkmäler und Brunnenanlagen. Seine Werke sind heute noch in vielen Deutschen Städten, aber auch in New York am Union Square zu finden.
Werke von Adolf von Donndorf im öffentlichen Raum:
Draped Reclining Woman
Nachdem Henry Moore bereits in den Jahren 1952/53 eine Vorstudie unter dem Titel 'Draped Reclining Figure' geschaffen hat, ist in den Jahren 1957/1958 die 'Draped Reclining Woman' entstanden.
Insgesamt wurden damals vom Künstler 6 Abgüsse erstellt, sowie ein sog. Künstler-Druckguss.
Die Stuttgarter Skulptur wurde anlässlich der Bundesgartenschau im April 1961 als "Kunst am Bau" vor dem damals neu errichteten Landtag aufgestellt, jedoch von der Bevölkerung äußerst reserviert aufgenommen.
Auf grund zahlreicher Proteste wurde die Skulptur vom ursprünglichen Standort entfernt und nach einer Zwischenstation vor dem Kunstgebäude an ihrem jetzigen Standort, vor dem Eingangsbereich der Staatsgalerie aufgestellt.
Die weiteren 'Draped Reclining Woman' kann man heute an folgenden Standorten finden:
Insgesamt wurden damals vom Künstler 6 Abgüsse erstellt, sowie ein sog. Künstler-Druckguss.
Die Stuttgarter Skulptur wurde anlässlich der Bundesgartenschau im April 1961 als "Kunst am Bau" vor dem damals neu errichteten Landtag aufgestellt, jedoch von der Bevölkerung äußerst reserviert aufgenommen.
Auf grund zahlreicher Proteste wurde die Skulptur vom ursprünglichen Standort entfernt und nach einer Zwischenstation vor dem Kunstgebäude an ihrem jetzigen Standort, vor dem Eingangsbereich der Staatsgalerie aufgestellt.
Die weiteren 'Draped Reclining Woman' kann man heute an folgenden Standorten finden:
- in der Tate Gallery London
- im Sainsbury Centre for Visual Arts an der Universität von East Anglia in Norwich
- bei der Pinakothek der Moderne in München
- beim Norton Simon Museum of Art in Pasadena
- in privater Sammlung (2008 bei Christies in London für rund £ 4,3 Millionen verkauft)
Mittwoch, 12. August 2015
Wasserfall Schlossgartenhotel
Etwas abseits des Oberen Schlossgartens, an der Schillerstraße (gegenüber vom Hauptbahnhof) ist der 'Wasserfall Schlossgartenhotel' zu finden.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Brunnen in der Stadt, plätschert an dieser Brunnenanlage das Wasser reichlich.
Entstanden ist der Brunnen 1977 anlässlich der damaligen Bundesgartenschau nach einem Entwurf von Gottfried Gruner. Dem Anlass entsprechend soll der Brunnen einen Wasserfall symbolisieren, dessen Wasser einem Bergbach ähnlich hinabstürzt. So sind an den aus Edelstahl gefertigten Röhren insgesamt sechs Platten montiert, über die das Wasser in ein Bachbett strömt. Der bachbettartige Charakter wird durch größere Steine erzeugt, welche den Boden des Beckens bedecken.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Brunnen in der Stadt, plätschert an dieser Brunnenanlage das Wasser reichlich.
Entstanden ist der Brunnen 1977 anlässlich der damaligen Bundesgartenschau nach einem Entwurf von Gottfried Gruner. Dem Anlass entsprechend soll der Brunnen einen Wasserfall symbolisieren, dessen Wasser einem Bergbach ähnlich hinabstürzt. So sind an den aus Edelstahl gefertigten Röhren insgesamt sechs Platten montiert, über die das Wasser in ein Bachbett strömt. Der bachbettartige Charakter wird durch größere Steine erzeugt, welche den Boden des Beckens bedecken.
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