* 09. Dezember 1872 in Weinfelden - Schweiz / † 28. Dezember 1938 in Stuttgart
Jakob Brüllmann wurde als ältestes von sieben Kindern geboren. Sein Vater war bereits als Steinmetz tätig und dieser hat schon früh das Talent seines Juniors sowohl im handwerklichen Geschick, wie auch in der Gestaltung entdeckt und seinen Sohn im eigenen Betrieb ausgebildet. Später wechselte Jakob Brüllmann zu einem Steinhauer in St. Gallen, um weitere Erfahrungen sammeln zu können.
Sein ausgesprochen großes Talent hat sich bald herumgesprochen und so bekam Brüllmann die Möglichkeit zum Studium an der Kunstgewerbeschule München. Im Anschluss vertiefte er sein Wissen in der Akademie der Bildenden Künste, ebenfalls in München. Nach erfolgreichem Abschluss der beiden Studiengänge zog Jakob Brüllmann 1900 nach Stuttgart. Aber nicht nur hier in Stuttgart, sondern auch in seiner Heimat wurde Brüllmann schnell zum gefragten Mann und hat viele Arbeiten ausgeführt, welche noch heute zu bewundern sind.
1938 ist Brüllmann in Stuttgart verstorben und wurde auf dem Waldfriedhof beigesetzt. Sein Grab ziert ein lebensgrosses Rehkitz, welches Brüllmann noch zu Lebzeiten entworfen und erstellt hat.
Werke von Jakob Brüllmann im öffentlichen Raum:
Ein Blog für Bildende Kunst im öffentlichen Raum vor allem in und um Stuttgart.
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Freitag, 20. Februar 2015
Reformationsdenkmal
Das Reformationsdenkmal von Jacob Brüllmann befindet sich direkt an der Hospitalkirche in Stuttgart. Das Denkmal wurde 1917, anlässlich des 400. Jahrestages von Luthers Thesenanschlag erhschaffen. Von Theodor Fischer, der vor allem in Bayern gewirkt hat, stammte damals der Entwurf des Reformationsdenkmals. Ausgeführt wurde es vom Bildhauer Jakob Brüllmann, von dem noch mehrere Arbeiten in Stuttgart zu finden sind.
Als Material wurde heimischer Muschelkalk aus Crailsheim verwendet.
In der Mitte thront Christus auf einem ca. 3,0 m hohen Unterbau. Dieser trägt die Inschrift:
Darüber sind vier symbolische Figuren der Evangelien zu finden. Links sind ein Mensch und ein Löwe dargestellt für Matthäus und Markus, auf der rechten Seite ein Stier und ein Adler für Lukas und Johannes. Das dunkle Loch zwischen den Figuren links und rechts, soll das Grab symbolisieren, aus welchem Jesus aufgestiegen ist.
Über diesen vier Evangelien ist ein Sakrophag aufgebaut. An der Vorderseite ist die Grablegung von Jesus dargestellt. An den Seiten sind jeweils ein Rundmedaillon mit dem sog. Tatzenkreuz als Symbol für die Kreuzigung dargestellt.
Links sieht man den württembergischen Reformator Johannes Brenz. Rechts vom dargestellten Jesus Martin Luther. Beide Figuren sind sitzend, ohne Lehne geschaffen und weisen jeweils eine Höhe von rund 1,90 m auf.
Die Wandreliefs an der Rückwand beinhalten Szenen aus dem Leben der beiden Reformatoren und Inschriften anlässlich der Reformation und zur Einweihung dieses Reformationsdenkmals.
Als Material wurde heimischer Muschelkalk aus Crailsheim verwendet.
In der Mitte thront Christus auf einem ca. 3,0 m hohen Unterbau. Dieser trägt die Inschrift:
'Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich.'
Darüber sind vier symbolische Figuren der Evangelien zu finden. Links sind ein Mensch und ein Löwe dargestellt für Matthäus und Markus, auf der rechten Seite ein Stier und ein Adler für Lukas und Johannes. Das dunkle Loch zwischen den Figuren links und rechts, soll das Grab symbolisieren, aus welchem Jesus aufgestiegen ist.
Über diesen vier Evangelien ist ein Sakrophag aufgebaut. An der Vorderseite ist die Grablegung von Jesus dargestellt. An den Seiten sind jeweils ein Rundmedaillon mit dem sog. Tatzenkreuz als Symbol für die Kreuzigung dargestellt.
Links sieht man den württembergischen Reformator Johannes Brenz. Rechts vom dargestellten Jesus Martin Luther. Beide Figuren sind sitzend, ohne Lehne geschaffen und weisen jeweils eine Höhe von rund 1,90 m auf.
Die Wandreliefs an der Rückwand beinhalten Szenen aus dem Leben der beiden Reformatoren und Inschriften anlässlich der Reformation und zur Einweihung dieses Reformationsdenkmals.
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