Mittwoch, 18. Februar 2015

Iris

'Iris', eine Installation im Straßenpflaster, geht auf die Idee von Tom Fecht zurück.

Um 1988/1989 hat der aus Hessen stammende Künstler und Autor Tom Fecht mit der Entwicklung des Projekts 'DENKRAUM' für die Deutsche AIDS-Stiftung begonnen.
Aus diesem Projekt heraus sind in verschiedenen Städten Deutschlands, aber auch in Frankreich, Luxemburg und England unter dem Motto 'DENKRAUM: Namen und Steine' entsprechende Installationen entstanden, unter anderem 1994 die hier vorgestellte Installation 'Iris' in Stuttgart.

Die Gedenk-Installation ist im Pflaster vor den Staatstheatern Stuttgart im Oberen Schlossgarten, unweit des Schiller-Denkmals, zu finden. Da sie unauffällig ins Pflaster eingelassen wurde, wird sie von vielen Passanten übersehen.

Die Installationen sollen an all jene erinnern, die der Immunschwächekrankheit AIDS erlegen sind.






Eine weitere Arbeit aus dieser Serie ist u.a. im Eingangsbereich der Bundeskunsthalle in Bonn zu finden, mit Namen von Prominenten, welche dieser Erkrankung erlegen sind, wie z.B. Freddie Mercury, Keith Haring, oder Rock Hudson.


Montag, 16. Februar 2015

Leere Kabeltrommel

Die 'Leere Kabeltrommel' ist ein Kunstobjekt auf dem Gustav-Heinemann-Platz vor dem Gewerkschaftshaus / DGB. Auf der anderen Straßenseite der Willi-Bleicher-Straße befindet sich das Haus der Wirtschaft, welches ursprünglich 1896 als Königliche Centralstelle für Gewerbe und Handel als Ausstellungsgebäude für Industrieprodukte mit einer 'Ausstellung für Elektrotechnik und Kunstgewerbe' eröffnet wurde.

In Anlehnung an die Geschichte des Gebäudes wurde die 'Leere Kabeltrommel' mit einem Durchmesser von ca. 3,00m aufgestellt.





Leider habe ich trotz umfangreicher Recherche keine Information zum Aufstelldatum noch zum Künstler finden können.
Wenn ein Lesender / eine Lesende Informationen geben kann, so würde ich mich darüber sehr freuen.

Stammheim

'Stammheim', hierbei handelt es sich nicht nur um einen Stuttgarter Bezirk, welcher bundesweit vor allem durch seine JVA bekannt geworden ist, 'Stammheim' ist auch der Name eines Kunstwerkes von Olaf Metzel aus dem Jahr 1984. Der Titel der Installation kommt aber natürlich nicht von ungefähr und steht in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Ortsteil und Gefängnis in Stuttgarts Norden.

Im Zuge der 1984 unter anderem vom Württembergischen Kunstverein ausgerichteten Ausstellung 'Kunstlandschaft Bunderepublik' wurde Olaf Metzel um einen Beitrag in der Baden-Württembergischen Landeshauptstadt gebeten. Zu einer Zeit als die Diskussionen rund um die RAF noch sehr präsent waren. Und so ist dem Künstler auf der Anreise die Idee zu dieser Arbeit gekommen.

Die Installation findet man an der Außenwand des Vierecksaals des Kunstgebäudes. Sie besteht aus einem überdimensionierten Ehrenkranz, der an der Außenfassade aus Muschelkalk lehnt und rechts oberhalb des Kranzes der Schriftzug 'STAMMHEIM' in weißen Lettern an die Fassade geschrieben. Diese wirken wie ein Graffiti, sind jedoch Teil des Gesamtkunstwerkes.

Aus der Entfernung meint man einen fein gebundenen Ehrenkranz zu sehen, wie man ihn von offiziellen Begräbnissen kennt. Doch aus der Nähe betrachtet muss man feststellen, das es sich lediglich um grün eingefärbten Beton handelt, aus dem teils die Bewehrungseisen heraussehen. Der Eindruck von für Ehrenkränze übliche Lorbeerblätter ist durch Furchen und Schnitte im Material hervorgerufen. Die gewollten Beschädigungen sollen die Gedanken des Betrachters auf Zerfall und Zerstörung führen.

Auch der Standort ist damals seitens des Künstlers nicht zufällig gewählt worden, da dieser doch sehr den Eindruck eines Ehrenhofes vermittelt.

Auch war diese Installation von Beginn an in der Öffentlichkeit umstritten. 2001 wurde erneut heftig über diese Skulptur diskutiert, als es darum ging, ob sie noch zeitgemäß sei.
Seitens der Stadtverwaltung ist man zu dem Schluss gekommen, dass sie noch immer einen aktuellen Charakter hat und somit ist 'STAMMHEIM' bis heute als Kunstobjekt im öffentlichen Raum erhalten.





Stadtzeichen Stuttgart

Im Jahr 1969 hat die Stadt Stuttgart unter dem Motto 'Platzmal' zu einem umfassenden Projekt zur Gestaltung des urbanen Raumes aufgerufen. Einer der beteiligten Künstler war Otto Herbert Hajek, welcher den Kleinen Schlossplatz mit großen einfarbigen Streifen in den Farben rot, blau und gelb überzogen hat. In diese 'Farbenlandschaft' wurden verschiedene Plastiken aufgestellt, unter anderem die Plastik 'Stadtzeichen Stuttgart'.
Im Ursprung hat es sich hierbei um eine bemalte Holzskulptur gehandelt. Diese hat Hajek 1974 neu, größer und aus Stahl erzeugt.
Im Jahr 2005 wurde die Plastik nach einer Restaurierung an ihrem jetzigen Standort, auf einer Fußgängerinsel an der Theodor-Heuss-Strasse, aufgestellt.

Blick Richtung Börsenstraße

Blick Richtung Kleiner Schlossplatz - im Hintergrund das Kunstmuseum



Narrenbrunnen

Der 'Narrenbrunnen' wurde 1987 von Horst Kuhnert geschaffen. Gestiftet wurde die Figur von der Gesellschaft Möbelwagen e.V. (1. Stuttgarter Karnevalsgesellschaft) anlässlich des Jubiläumsjahres zu deren Gründung 1897 und ist mit dem Motto überschrieben: 'Allen Menschen zur fröhlichen Besinnung'.

Er stellt in abstrahierter Form ein Prinzenpaar der Gesellschaft Möbelwagen e.V.  auf einem Möbelwagen, gezogen von einem Pferd dar.
Die Figuren sind aus V2A Stahl erstellt. Der Möbelwagen wird durch die wellig verlegten Bodenfliesen symbolisiert.

Bei der Skulptur handelt es sich um eine Brunnenskulptur - im Winter zum Zeitpunkt der Aufnahme, ist dieser jedoch außer Betrieb.

Nur wenige Meter vom 'Narrenbrunnen' entfernt steht die Freimann-Skulptur 'Il Punto', sowie der 'Pflasterbrunnen'.